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ROADTRIP.

  • 9. Sept. 2016
  • 4 Min. Lesezeit

I’m sitting here in a boring room, it’s just another rainy Sunday afternoon... Jeden Abend vor dem Schlafen gehen wurde gesungen. Warum dieses Lied? Weil wir während einer etwas längeren Autofahrt , irgendwo im Nirgendwo zwischen Bergen, roten Holzhäusern, Wiesen und Schafen gemerkt haben, dass bei diesem Song einfach jeder mitsingen kann. :)

Ich dachte ja immer, ein Paradies besteht aus Palmen, Strand und Meer. Mittlerweile denke ich anders. Berge mit Schnee bedeckten Gipfeln und unglaublich klarem Wasser in den Seen, die Berge und Wälder wieder spiegeln, ja auch das kann paradiesisch sein.

Tag 1 - montag 15.08.16, start des roadtrips 22:30 Uhr

Abends angekommen in Oslo, nach einem zweistündigem Aufenthalt in Kopenhagen, fuhr ich mit dem Schnellzug vom Flughafen, in norwegisch "Lufthavn", ich finde diese Sprache ja echt super, zur Central Station in die Innenstad der Hauptstadt Norwegens. Dort holten mich Philipp und Pörgi ab. Unser Auto hat mich gleich von Anfang an beeindruckt. Ein Hybridauto mit Panoramadach. Ich bin jetzt nicht so der große Autokenner, aber dieses von innen geräumige und super ausgestattete Auto hat auch mir sehr gut gefallen. Angekommen am ersten Zeltplatz, ein etwas abgelegener See mit großem Parkplatz, mittlerweile war es auch schon 00:00 Uhr, begrüßte ich erst einmal Tessa und Robert. Wir bauten mein Zelt auf und redeten noch ein bisschen über die nächsten Tage, was so auf dem Plan stand und gingen dann auch relativ bald schon ins Bett.. oder eher Zelt.

Tag 2 - Dienstag 16.08.16, Tagesstart 05:00 Uhr

Erschöpft von der Anreise am Vortag und der Aufregung, konnte ich richtig gut schlafen und wachte gut gelaunt morgens auf. Wir frühstückten eine Kleinigkeit und machten uns relativ schnell fertig, bauten die Zelte ab und versuchten unser gesamtes Gepäck in das Auto ein zu laden. War anfangs wirklich nicht leicht. 5x Gepäck, 5x Verpflegung für eine Woche, 2 Zelte, 5x Schlafsäcke und Isomatten und 5 Stühle und und und... aber wir wurden von Tag zu Tag immer besser und schneller beim Ein- und Ausladen. Der erste geplante große Stopp, war die Trolltunga. Unser Navi sagte uns, dass wir für die 355 km ca. 5-6 Stunden brauchen. In Norwegen fährt man meisten zwischen 60 und 90 km/h, auch auf den Schnellstraßen und wenigen Autobahnen die es dort gibt. Die Autofahrten waren immer super lustig. Und obwohl wir zu fünft in dem komplett vollbeladendem Auto eingequetscht waren, hatte man doch immerhin so viel Platz, dass es angenehme Stunden waren. Die Jungs waren die Fahrer und wechselten sich ab mit vorne oder hinten sitzen und ich und Tessa, behielten unsere Plätze von Anfang bis Ende.

Angekommen an der Trolltunga, stellten wir das Auto auf dem großen Parkplatz ab und machten uns erst einmal in den Toiletten etwas frisch. Wir Mädels haben die Gelegenheit genutzt und im Waschbecken unsere Haare gewaschen. Ich glaube das sah jedes Mal super lustig aus, leider haben wir von diesen Momenten keine Fotos oder Videos. Naja ist vielleicht auch besser so! :D

Joaaaa... und wie es dann weiter ging, warum wir uns so unglaublich ärgerten (wir sind 4 km zu weit unten los gelaufen und somit eine Stunde zu lange gegangen........... ) und was wir alles auf dem 22 km Hike erlebt haben, das schreibe ich in einem extra Blogpost dazu. :)

Tag 3 - mittwoch 17.08.16, tagesstart 04:30 Uhr

Aufwachen und merken, dass man nicht erfroren ist! Das war die abenteuerlichste Nacht die ich in meinem ganzen Leben hatte. Bei ca. 0 Grad ohne Zelt, auf 1000 Meter Höhe, neben Schnee schlafen, so aufregend und doch auch lustig aber auch anstrengend, war die 2. Nacht unserer Reise. Aber auch Das alles, in meinem Blogpost über den Auf- und Abstieg der Trolltunga.

Ich weiß gar nicht mehr wie spät es war (ca. 16/17 Uhr), als ich unten am Parkplatz angekommen bin. Kurz vor Schluss rutschte ich aufjedenfall noch aus und stürzte, zum Glück nur auf dem Schotterweg zum Parkplatz und nicht während dem Klettern oder bei den vielen gefährlichen und steilen Passagen der Wanderung. Meine Knie fühlten sich an wie Wackelpudding und der Muskelkater in den Beinen war überall verteilt und so stark, dass ich die letzten zwei Stunden am liebsten geweint hätte und aufgeben wollte. Ich bin wirklich oft an meine Grenzen gegangen, und war jedes mal so stolz auf mich, diese mit einem Lächeln und im Nachhinein super Erinnerungen gemeistert zu haben.

Als ich dann am Auto angekommen bin, sackte ich zu Boden und riss mir die Schuhe von den Füßen. Außerdem war ich unglaublich froh, den schweren Rucksack, beladen mit Isomatte, Schlafsack, warmen Sachen wie Jacke, Pullover, 2 Hosen und Socken, Essen und Trinken endlich absetzten zu können. Der Experten-Hike zur Trollzunge war geschafft und das ohne größere Verletzungen. Pörgi und Philipp waren immer die Schnellsten und sind früher als ich am Auto angekommen. Ich war eigentlich bei jeder Wanderung in der Mitte und hinter mir liefen Tessa und Robert. Das stundenlange alleine durch die Berge Wandern und damit beschäftigt zu sein, den richtigen Weg zu finden, dass hat mich wirklich fasziniert und glücklich gemacht. Diese Ruhe die man in den Bergen hat, ist unfassbar schön.

Wir duschten uns mit einem Wasserschlauch, der am Toilettenhäuschen zum Säubern der Schuhe hing ab. Das Wasser war so kalt, dass ich dachte mein Gehirn friert ein. :D Nachdem wir alle wieder ordentlich und einigermaßen sauber waren, gab es eine Kleinigkeit zu snacken und schon ging es weiter mit dem Roadtrip. Wir fuhren so ca. drei Stunden Richtung Preikestolen. Das war das Ziel des nächsten Tages. Mit der Autofähre ging es über einen der unzähligen Fjorde und anschließend fuhren wir weiter auf den wunderschönen Landstraßen Norwegens. Gegen 21 Uhr haben wir uns dann langsam auf die Suche nach einem Zeltplatz für die kommende Nacht gemacht. Wir dachten eigentlich, dass es super leicht wäre, da man in Norwegen überall wild campen darf, außer auf Privatgrundstücken und 150 Meter von einem Haus entfernt, einen Platz zu finden an dem man sein Zelt aufstellen kann... aber so war es nicht. Entweder waren die guten Wiesen eingezäunt, uneben oder versumpft. Gefunden haben wir dann für die dritte Nacht, eine frisch gemähte große Wiese, etwas abgelegen von der Straße, zwischen Heuballen und einem Acker. Gut dass keine Häuser in der Nähe standen, denn Dank dem Alkohol wurde es zu einer lauten und mega lustigen Nacht in der wir wie die Weltmeister sangen und dachten wir wären die einzigsten Menschen auf dieser Erde. .. :D

Ja und wie die nächsten Tage weiter gingen, schreibe ich dann auch in einem weiteren Blogpost. Viel zu lange wird dieser hier sonst. Also Fortsetzung folgt.... Bilder werde ich auch Einzeln posten. :)

Eure Nadine.


 
 
 

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